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Rauchen und genetischer Fingerabdruck

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Die bedenkliche DNA-Sammelwut unserer Behörden, die immer mehr auch bei geringen Straftaten Daten sammeln, z. B. schon bei Verdacht auf Beleidigung(!), hat unerwartete Nebenwirkungen für Raucher: "Zudem fanden britische Wissenschaftler heraus, dass Kriminelle immer häufiger ganz gezielt auf der Straße gefundene Zigarettenkippen am Tatort hinterlassen, um die Polizei auf eine falsche DNA-Spur zu locken." Spiegel Online

Ich hasse zwar die rumliegenden Zigarettenkippen, die von den Rachern rücksichtslos in die Gegend geschnippt werden, aber ich wünsche trotzdem keinem von ihnen ein Mordverfahren an den Hals.

Andererseits ist das vielleicht eine wirksame Massnahme zur Sauberkeitserziehung der Raucher, allerdings sehe ich da die Verhältnismäßigkeit der Mittel etwas in Gefahr.

Und es ist ein schönes Beispiel dafür, wie sich das Verhalten unbescholtener Bürger durch die Datensammelwut des Staates ändern kann - schließlich kann man auch geziehlt die Kippen aus einem Aschenbecher oder der Mülltonne einer Person stibitzen, um damit eine falsche Fährte zu legen. Also führt die DNA-Sammelei zu einer Abnahme des Rauchens insgesamt, was wiederum den dadurch finanzierten Kampf gegen den Terror gefährdet. Und dabei sollen uns diese Datenbanken doch vor den Terroristen schützen...

Aber diesen Widerspruch kann man mir vermutlich genausowenig plausibel erklären, wie die Frage, wie ich ausländische, sich mit ihren echten ausländischen Papieren legal in Deutschland aufhaltende potentielle Terroristen-Schläfer dadurch enttarne, dass alle Deutschen Staatsbürger Fingerabdrücke in ihren Reisepässen und Ausweisen haben müssen. Vor allem, wenn sogar 6 Monate junge Babys biometriefeste Passbilder benötigen, und man sich leichter Echte Pässe mit falschen Angaben erschleicht als welche fälscht.

Ausserdem sollte die seit Jahren sinkende Kriminalitätsrate doch ein Anlass zum Jubeln sein, anstatt die Bevölkerung immer noch mehr unter Druck zu setzen. Aber vermutlich stecken andere Motive dahinter: "Weichert kritisiert, dass die Polizei zunehmend die DNA auch politischer Aktivisten abnehme.". Ein Beispiel: "Der bayerische Datenschutzbeauftragte kritisiert auch den Fall eines 14-Jährigen, der bei einer Anti-Kriegs-Demo in München ein Plakat mit der Aufschrift "Rumsfeld Massenmörder" trug. Die Polizei speichert den Jungen seither als Verdächtigen in ihrer Staatsschutzdatei." - und die Unschuldsvermutung wird auch gleich mit aufgegeben: "Eine weitere Speicherung sei nämlich nur dann unzulässig, wenn die Unschuld des Betroffenen erwiesen ist - und dies sei in diesem Fall nicht gegeben."Spiegel Online